teilnehmende Künstler:


Ayreen Anastas & Rene Gabri

Josephine Meckseper

Adriana Ramić

Yngve Holen

Chto Delat?

Jasper Spicero

Tatsuo Miyajima

Amalia Ulman

Beny Wagner

Nina Beier

Britta Thie

Jesse Darling

Michael E. Smith

Wilhelm Mundt

Harm van den Dorpel

Li Liao

Raphael Hefti

Constant Dullaart


Kuratoren:


Elisa R. Linn / Lennart Wolff / Harry Burke


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Vernissage:

Freitag, März 14, 2014 19 Uhr

Rave Lecture by Constant Dullaart:

Freitag, März 14, 2014 / 21 Uhr


Anton Vidokle; Hedi Slimane by Paule Kneale, Lucy Chinen, Harry Burke

Dienstag, März 18, 2014 / 19 Uhr


Alte Münze / Molkenmarkt 2 / 10179 Berlin

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As the meta-category of (technologically mediated, and micro-published) ‘experience’ is increasingly the commodity du jour in contemporary economic analysis, as well as, correlatively, art criticism, how does this put pressure on how the art object functions as a commodity, not least in a period of continuing (despite wider economic and social austerity) art market boom?


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Die Ausstellung „surplus living group exhibition“ setzt sich mit aktuellen Tendenzen im Produktions- und Konsumdiskurs auseinander und beleuchtet Konzepte der Wertschöpfung und Arbeitsteilung, die im “Zeitalter des Prosumenten” an Bedeutung gewinnen.

Der Wandel zu einem neuen Verständnis von Fortschritt basiert auf manipulativem Wirtschaften, das die Benutzerfreundlichkeit von Technologie in den Fokus rückt. Während dem Verbraucher anhand von konfigurierbaren Produkten eine Harmonisierung zwischen der Selbstbestimmung des Individuums und den Strukturen des Massenkonsums suggeriert wird, führt eine immer intelligenter agierende Computerisierung unserer beruflichen und privaten Lebensbereiche zu einer tiefgreifenden Kapitalisierung der sozialen Sphäre. Es sind unsere Beziehungen zu Personen und Daten, die als Grundlage für die Spekulation des Kapitals dienen, mit uns, den Nutzern selbst, als primäre Warenform - ein Phänomen, das Diedrich Diederichsen als "modernen Kapitalismus der Selbstoptimierung” beschreibt. Dieses Konzept des prosumierenden neoliberalen Selbst als optimale Ware findet sich in der gegenwärtigen Produktion und Distribution von Kunst verwirklicht, wobei der Künstler selbst als stärkstes und zugleich schwächstes kapitalistisches Subjekt jene zeitgenössische Form der Arbeit am exemplarischsten widerspiegelt.

Die Ausstellung versammelt verschiedene Positionen, die das Beziehungsgefüge zwischen Ware und Kunstwerk unter den heutigen sozialen und ökonomischen Bedingungen erforschen.
Sie wirft die Frage nach den Spezifika einer fest in die Warenproduktion integrierten Ästhetik auf und macht darüber hinaus mögliche Strategien fassbar, um die existierende Logik der Kommodifizierung zu durchbrechen. Hierbei reflektiert sie verschiedene Ansätze der künstlerischen Kritik und die Entwicklung zu einem neuen Selbst des Künstlers, der zunehmend als „humanes Kapital“ agiert. Während einige der präsentierten Künstler statt der Reflexion explizit politischer Inhalte eine dem Objekt zugewandte Diskursivität verfolgen, entwickeln andere mittels Aneignung marktwirtschaftlicher Strategien sowie Verschmelzung von künstlerischer Praxis und ökonomischen Prozessen neue Formen der Subversivität, die vorhandene institutionelle Strukturen nutzen, um letztlich hegemoniale Systeme von innen heraus zu transformieren.

Künstlerische Ansätze, die dagegen einem divergenten Verständnis von Realismus als ästhetische Methode folgen, üben durch autonome Formen der Selbstorganisation Kritik an gesellschaftsrelevanten Entwicklungen und lassen so die Grenzen zwischen Kunstproduktion und politischem Aktivismus verschwimmen.

Der Titel „surplus living” folgt der Vorstellung, dass die Kapitalakkumulation sich heute, wo Freizeit und Vergnügen selbst zu einer Arbeitsform mutiert sind, durch alle Sphären der Gesellschaft zieht (Hard /Negri). Auf diese Weise negiert und erweitert der Titel gleichzeitig die ursprüngliche marxsche Theorie des „surplus value“, des Mehrwertes, die die Diskrepanz zwischen dem Tausch- und dem Gebrauchswert der Ware Arbeitskraft, als Ursprung der Ausbeutung aufdeckt.

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surplus living group exhibition


14/03/2014 - 23/03/2014

e / d

Amalia Ulman, He Will Wait For You In The Lobby, 2014


Amalia Ulman, He Will Wait For You In The Lobby, 2014


Jasper Spicero, Ice Person (3x), 2014


Wilhelm Mundt, Trashstone 538, 2012


Li Liao, The Plan of Slimming, 2012 / Ayreen Anastas / Rene Gabri, The Meaning of Everything, 2008


Ayreen Anastas / Rene Gabri, The Meaning of Everything, 2008


Annika Kuhlmann, Britta Thie, Julia Zange (@Special Service), le‘ chavmoH, 2014


Harm van den Dorpel, Deep Tissue, 2014


Josephine Meckseper, Mall of America, 2009 (courtesy the artist & Andrea Rosen Gallery NYC) / Beny Wagner, Gratuitous Sights, 2014

Beny Wagner, Gratuitous Sights, 2014

Tatsuo Miyajima, Life (Rhizome), 2014

Tatsuo Miyajima, Life (Rhizome), 2014

Raphael Hefti, Replaying The Mistake Of A Broken Hammer, 2014

Yngve Holen, Sensitive 3 Detergent, 2014 (washing machine drum, SLS print, car emblems, socks, alucore, domed sticker)

Nina Beier, The Demonstrators, 2014 / Chto Delat?, The Tower, A Songspiel, 2010 / Jesse Darling, Adoration of Saint Joan II, 2014

Nina Beier, The Demonstrators, 2014

Michael E. Smith, Untitled, 2012

Michael E. Smith, Untitled, 2012

Yngve Holen, Sensitive 3 Detergent, 2014 (washing machine drum, SLS print, car emblems, socks, alucore, domed sticker)

Adriana Ramić, Unicode Power Stones (U+0107, U+0270, U+0414, U+06AD, U+0AA5, U+0F53, U+1F1D, U+20AC, U+2318, U+2531, U+288D, U+29E4, U+300F, U+307A, U+323F, U+4E0D, U+A030, U+1D332), 2013


Constant Dullaart, Performance Rave Lecture, 2014